fbpx

Formfehler => Fristverlängerung für Eure Stellungnahmen!

Wurde es bei Euch auch schon knapp wenn Ihr an Eure Schreiben gedacht habt oder daran, was Ihr noch unternehmen oder wen Ihr noch informieren und zu einer Stellungnahme gegen die Windradplanungen im Reinhardswald motivieren wolltet? Dann haben wir jetzt eine gute Nachricht für Euch: Ihr habt mehr Zeit! Wegen eines Formfehlers wurde die Frist zur Einreichung der Stellungnahmen gegen die geplanten ersten 18 Großwindanlagen im Reinhardswald bis zum 4. Januar 2021 verlängert!  Deshalb sind auch die Antragsunterlagen auf der Seite des Regierungspräsidiums Kassel noch immer HIER herunterzuladen. Zum schnelleren Öffnen ohne Download haben wir für Euch die Unterlagen jetzt auch HIER bereitgestellt. Auf beiden Seien findet Ihr ebenfalls die bereits eingegangenen Einwendungen verschiedener Fachbehörden und Kommunen unter dem Begriff „entscheidungserhebliche Eingaben“. Auch auf Inhalte daraus kann sich Eure Stellungnahme beziehen. Wichtig: Alle bereits eingegangenen Stellungnahmen müssen nicht erneut gesendet werden, wie wir aus dem Regierungspräsidium erfuhren – sie behalten Ihre Gültigkeit und werden berücksichtigt. Auch wichtig:Ihr könnt natürlich ebenso ohne detaillierte Sichtung der Unterlagen schreiben, was Euch am Herzen liegt, was Ihr zu sagen habt!

Bitte sendet Euren Brief oder Eure Mail unbedingt bis zum 4. Januar 2021 an das Regierungspräsidium Kassel – entweder fachkundig oder einfach persönlich und ehrlich. Bleibt sachlich und schreibt Eure Meinung, schreibt, was Ihr von diesen Planungen haltet und was sie für Euch bedeuten. Beides ist wichtig! Unterschrift, Name, Adresse und Datum nicht vergessen – und eine Lesebestätigung anfordern! Behaltet auch eine Kopie Eures Schreibens. Bis zum 4. Januar 2021 muss Eure Stellungnahme spätestens vorliegen.

Email:

Einwendungen_III_33-1@rpks.hessen.de

Postadresse:

Regierungspräsidium Kassel
Derzernat 33.1
Genehmigungsverfahren Reinhardswald KS 4a / 4b
Am Alten Stadtschloss 1
34117 Kassel

HOHE ABSCHALTZEITEN DURCH VÖGEL UND FLEDERMÄUSE

Nähere Informationen zum Antragsverfahren findet Ihr auch in unserem letzten Blogbeitrag. Sicher ist aber schon jetzt, dass es weitreichende Abschaltzeiten geben wird, sollten die Anlagen gebaut werden. Womöglich stehen die Anlagen still vom 01.03. bis zum 31.08. des Jahres zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang über einen Zeitraum von 8-10 Jahren. Denn man weiß (!) schon jetzt, dass es auf Grund der großen neuen Offenflächen hohes Konfliktpotential mit Groß- und Greifvögeln geben wird. Diese Vögel werden auf Nahrungssuche auch über den Wald zu den Offenflächen fliegen und zum Teil dort auch die neu entstandenen Waldsäume besiedeln. Auch darüber hinaus wird ein Anstieg der Artenvielfalt auf diesen Flächen prognostiziert. Außerdem kommen weitere Abschaltzeiten hinzu: für Fledermäuse zu bestimmten Nachtzeiten und für die dort in überdurchschnittlicher Menge ziehenden Kraniche im Spätherbst bzw. Spätwinter bei schlechten Witterungsverhältnissen, wovon in diesen Jahreszeiten ausgegangen werden kann. Wer sich von Euch für mehr Informationen zu den vorhandenen Arten und den Auswirkungen der neuen Offenflächen interessiert, kann diese z.B. auch im Kapitel 19.3.3.6 „Ergänzende Unterlagen…“ finden. Man kann dort auch lesen, dass bekannt ist, dass der Wald durch Naturverjüngung in nur wenigen Jahren als Mischwald wieder aufwachsen wird, wenn man ihn lässt – ganz ohne Aufforstungen.

SKANDALÖSE ABER WOHL ÜBLICHE „VERMEIDUNGSMASSNAHMEN“

Im UVP-Bericht (Umwelt-Verträglichkeits-Prüfung), Kapitel 20 in der Tab. 8-1: Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen, sind die Abschaltzeiten konkret benannt aber auch die schier unglaublichen Ideen, wie man weitere „Störungen“ durch Tiere in ihrem eigenen Lebensraum vermeiden will. Auszug:

EEG-FÖRDERUNG TROTZ STILLSTAND

Mit den Abschaltzeiten versucht man, eine sonst drohende Genehmigungsverweigerung zu umgehen. Da die Projektierer mit Kompensationszahlungen aus dem EEG rechnen können, wird selbst das hingenommen. > Link zum Zeitungsbericht <  

Wenn man aber mit offenen Augen hinschaut, heißt das: Die Zerstörung im Reinhardswald ist noch weniger zu rechtfertigen als es zuvor ohnehin schon der Fall war! Weite Teile des Jahres wird man also keinen Strom erzeugen und keinen CO2-Entlastungsbeitrag erbringen – aber Hauptsache das Geld stimmt? Und man weiß das schon jetzt und plant es bereits ein? Unfassbar!

Und das sind nur einzelne Beispiele aus den Unterlagen. Doch lest selbst und dann teilt diese Infos, nutzt die Zeit bis zum 4.Januar und sendet Eure Stellungnahme ab.

Gebt dem Reinhardswald Eure Stimme!

Herzliche Grüße,

Euer Local Team von Rettet den Reinhardswald